2022 Nordreisen

Kiel  / Norwegen / Ostsee

Start war am 03. Juli 2022 morgens um 04:15 Uhr ab Heimatort STAUDT.

 

Am 03.07. ging es etwas verspätet um 04:15 Uhr los. Unser Ziel : Kiel an der Ostsee. 600 Kilometer lagen vor uns. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Autobahn gesperrt war. Kein Auto um uns herum, schon gar kein LKW. Nach ein paar ausgedehnten Pausen (Marika hatte Brote geschmiert) sind wir gut in Kiel angekommen. Das Mittagessen in der Kieler Innenstadt überbrückte die Wartezeit, bis wir unser Zimmer im Hotel in Beschlag nehmen konnten. Das gute Abendessen im Hotel, natürlich Scholle und Matjes, hat den ersten Tag gut abgerundet.
Für den 04.07. war ein kleiner Ausflug bis Flensburg vorgesehen. Über Eckernförde und Kappeln, entlang der Küste, haben wir am Nachmittag Flensburg erreicht. Aber der Reihe nach:
Im Gegensatz zur Hafenstadt Kiel haben wir in Eckernförde einen riesigen kostenlosen Parkplatz vorgefunden, 100 Meter neben der Innenstadt und der Küste. Direkt an der Ostsee einen guten Kaffee in der Sonne zu genießen bei gutem Wetter, der Tag fing gut an. Es war Montag, daher hatte die Kirche zu.

                 

Ein kleiner Leuchtturm zeigte uns, wo der Hafen war. Von da aus ging es durch diverse Fußgängerzonen zurück zum Parkplatz. Wir haben aber auch festgestellt, dass es hier nicht nur Fisch gibt.
Das nächste Ziel war Kappeln. 
Nachdem wir auch hier den kostenlosen Parkplatz gefunden hatten, sind wir an der Schlei entlang gebummelt, bis ein plötzlich einsetzender Regen eine Unterkunft notwendig machte. Da Mittagszeit war, bot sich ein Fischrestaurant an. Eine sehr gute Küche für den Barsch auf Bratkartoffel.
Danach ging es weiter in Richtung Flensburg. Der kleine Hafen in Langballigholz steht auf keiner Karte, ist aber einen Abstecher für guten Kaffee und ein Crêpe gut.

Ein Hinweisschild am Strassenrand ließ in Marika alte Erinnerungen wachwerden. Als Kind sei sie hier in „Kur“ gewesen.

Somit waren wir erst am späten Nachmittag in Flensburg. Die Hafenpromenade war voller Menschen, zu Fuß, aber viele auch mit dem Fahrrad. Beim „Sylter“ Gosch gab es dann das kleine Abendessen mit viel Zeit zum Tagesausklang.

 

Der 05.07. war zwar kein fauler Tag, wir sind aber zum Frühstück und Mittagessen in Kiel geblieben.

Am 06.07. war wieder ein Auflug angesagt, dieses Mal nach Heiligenhafen. Doch bevor wir dort waren, hat uns der Schildhinweis nach Puttgarden auf andere Gedanken gebracht. Die kleine Insel Fehmarn wollten wir uns doch einmal ansehen. Alle LKW’s und PKW’s fuhren nun dorthin und wollten auf die Fähre nach Dänemark. Das war uns dann doch zuviel. Also haben wir gedreht und sind wieder in Richtung Heiligenhafen gefahren. Die Erinnerung an einen Urlaub vor ca. 40 Jahren wurde nur durch den kleinen Binnensee hervorgerufen. Ansonsten hat sich hier sehr viel verändert, Tourismus läßt grüßen !

Der 07.07. fing sehr verregnet an und so kamen wir erst sehr spät in die „Pötte“. Um 09:00 Uhr waren wir schon in Richtung Grömitz unterwegs. Nicht nur wir! Eine Autoschlange, gefühlt von Kiel bis Grömitz. Im Radio haben wir dann gehört, dass heute hier im Norden die Sommerferien begonnen haben. Vor gut 30 Jahren waren in Rheinland-Pfalz auch Sommerferien und Oma und Opa haben die zwei Enkel Sandra und Natalie zum Urlaub mit nach Grömitz genommen. Eine verschluckt Fischgräte, natürlich Speckpfannkuchen und der „Rollkini“ waren lange Gesprächsstoff.

 

Heute ist Grömitz wieder eine gutgefüllte Ostseedomäne für Familien-Urlaub mit Kindern und Hunden.

Am 08.07. haben uns schon in der Frühe zwei rießige Schiffspötte geweckt. Also sind wird dann auch gleich in die Kieler Innnenstadt und haben ausgiebig gefrühstückt. Das war die Grundlage für den nächsten Ausflug, dieses Mal nach Schleswig. Dieses kleine Städtchen direkt an der Schlei hat eine sehr, sehr schöne Altstadt. Inmitten einer kleinen Ringstrasse befindet sich der Kirchhof. Jedes Grab hat eine natürliche Umrandung.

 

Danach kommt man unweigerlich an einem Kloster vorbei, das St. Johanniskloster, auch das Bibelzentrum Schleswig. Der Klostergarten beinhaltet wohl alle vorkommenden Kräuter und Pflanzen. In diesem kleinen Städtchen haben wir uns sehr lange aufgehalten. Bei der Heimfahrt über Eckernförde haben wir natürlich das Schokoladenlädchen wieder besucht. Besser als jeder Kuchen am Nachmittag.

09.07. Kiel / Bummel durch Kiel / erster Corona-Selbsttest
10.07. Kiel / bei Gosch zu Mittag gegessen und den Tag in Kiel genossen
11.07. Kiel / Testzentrum Kiel, den notwendigen COVID-19 Antigen-Test mit „NEGATIV“ bestanden und das letzte Abendessen in Kiel bei „Jan&Hein&Klaas&Pit“, wie immer hat es uns wieder geschmeckt.
12.07. Um 08:30 Uhr haben wir mit je einem Koffer die 200 Meter vom Hotel zum Anlegekai der „Schiff 1“ zurückgelegt und konnten direkt schon einchecken. Nach einem guten Frühstück an Bord konnten wir dann unser Zimmer für die nächsten 10 Tage in Beschlag nehmen. Um 17:00 Uhr ist das Riesenschiff dann in die Nacht und die Ostsee gestartet. Durch den Kattegat unter einer riesigen Brücke durch in den Skagerrag.

13.07. 1. Seetag / Bei ruhiger See ging die Fahrt an Dänemark und Schweden vorbei in die Nordsee an die Küste von Norwegen. Wir hatten den Wecker für 04:30 Uhr gestellt, um ja den Einlauf in den Hafen von Bergen nicht zu versäumen.
14.07.  Der Hafen von Bergen  ist einer der geschäftigsten Seehäfen Europas, von dem aus die Schiffe der Hurtigruten starten. Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden, erließ die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete.  Das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden mehrmals nicht verschont geblieben war, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert. Aus diesem Grund wurde Bryggen als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen 1979 zum Weltkulturerbe ernannt. Unser ausgiebiger Landgang hat uns dann durch diesen alten Hafen , diverse Fischmärkte und unzähligen Souveniershops bis zum späten Nachmittag beschäftigt.

15.07. Geiranger, Hellesylt / Die Einfahrt in den Storfjorden dauerte unendlich lange. Vorbei an über 1.600 Meter hohen Bergen, die senkrecht im Meer versanken, unzähligen Wasserfällen und sehr, sehr langsam hat unser Schiff bis 08:00 Uhr gebraucht, um im Hafen von Geiranger fest zu machen. Sehr viele Touristen erleben hier wohl in Wohnwagen und Karavans die Abgeschiedenheit von der sonst hektischen Welt. Zurück drehte der Kapitän dann vor den „Sieben Schwestern“ eine offene Runde auf dem Wasser, um so allen Passagieren diese gigantischen Wasserfälle zeigen zu können. Erstaunlich war, dass es um 23:00 Uhr immer noch fast taghell war und um 03:00 Uhr morgens schon die Sonne aufging.
16.07. Ålesund / Der nördlichste Teil unserer Reise, bis dato auch der regenreichste. Da der Aufenthalt nicht sehr lange dauerte, blieben wir an Bord und genossen das gute Essen.

17.07. Stavanger / pünktlich um 07:30 Uhr legte „Mein Schiff 1“ am Kai von Stavanger an. Nach einem ausgiebigen Frühstück begann der Landgang. Wir wollten mit der Besichtigung des Doms beginnen, der war aber wegen Bauarbeiten fast nicht zu sehen. Wohin jetzt ? Durch die Altstadt waren wir schon, also haben wir einen Sightseeing-Bus angehalten und sind mit dem durch den Rest von Stavanger gefahren. Wir waren gerade wieder an Bord, da fing es an zu regnen. Wieder einmal sind wir nicht nass geworden. Ab 17:30 Uhr hieß es Leinen los und ab auf die Nordsee in Richtung der Hauptstadt Oslo.
18.07. Oslo / Von der Nordsee bis in den Hafen von Oslo hat das Schiff sage und schreibe 4 Stunden gebraucht. Oslo liegt ja am Ende des Fjordes und schon eine riesige Stadt. Mit dem Sightseeingbus sind wir dann fast 2 Stunden an unzähligen Museen und Stadtparks entlang gefahren und haben uns alles erklären lassen. Oslo ist eine der teuersten Städte der Welt und auch historisch sehr interessant. Heute Abend geht es ab 20:00 Uhr wieder in Richtung Kiel, dem Ausgangspunkt unserer Nordreisen.
19.07. 3. Seetag
20.07. Kiel / sehr früh am Morgen liefen wir im Hafen von Kiel ein, die Sonne zeigte sich gerade im Osten. Für uns hieß es nun die Koffer packen. Allerdings nicht professionell, sondern nur vorübergehend, die Koffer werden vom Personal ins neue Zimmer gebracht, denn nun beginnt der 3. Teil, die Geburtstagsreise (Marika) über die Ostsee.

21.07. Pünktlich um 09:00 Uhr legte „Mein Schiff 1“ am Seekai in Kopenhagen an. Sehr weit draußen vor der Stadt. Also haben wir wieder einen Bus genommen und sind ca. 7 km ins pulsierende Leben nach Kopenhagen gefahren. Zum einen war es sehr heiß, zum anderen waren sehr, sehr viele Menschen in der Stadt, besonders in der längsten Fußgängerzone Europas. Im Schatten, bei einem kühlen Getränk haben wir dann wieder auf den „Hop on, hopp off“ – Bus gewartet. Als dann ein Taxi vorbei kam, haben wir umdisponiert und sind mit dem Auto zurück gefahren. Bei 28° haben wir dann auf unserer Terasse die Zeit bis zum Abendessen genossen.

22.07. Seetag

23.07. Visby, die alte Stadt auf der Insel Gotland. Diese schwedische Insel ist bekannt als Pirateninsel und auch aus dem Märchen „Pipi Langstrumpf“. Visby selbst ist heute noch umgeben von einer sehr alten Stadtmauer, die mit den einzelnen Eingängen in die alte Welt einlädt.

Auf dem großen Marktplatz fand an diesem Tag ein Wochenmarkt statt und hat natürlich auch sehr viele Menschen angezogen. Wir haben einige schöne Plätzchen auf unserem Rundgang erkundet und auch wieder ländlich gegessen. 

24.07. pünktlich um 09:00 Uhr legt der große Pott im Hafen von Tallinn an. Die Uhren müssen 1 Stunde vorgestellt werden, es sollen ja alle wieder nach dem Landgang an Bord sein. Bei trockenem Wetter haben wir ein Ticket beim Shuttlebus gekauft und landen somit außerhalb aber nahe an der Altstadt. Unzählige Museen und sehr alte Häuser der ehemaligen See-Handels-Stadt säumen die Wege bis zum Alexander-Dom. Sonntags ist wohl auch hier Markt, diesmal ein Blumenmarkt. Bevor es anfing zu regnet, hatten wir unseren Shuttle-Bus wieder gefunden und waren zurück am Hafen-Kai und konnten wieder bei „Mein Schiff 1“ einchecken.

25.07. Sehr früh am Morgen haben wir in Helsinki, der Hauptstadt von Finnland, angelegt, es war um 06:00 Uhr. da die Abfahrt für 17:00 Uhr geplant war, blieb genug Zeit, das Frühstück in alles Ruhe an Bord zu genießen. Ab 10:00 Uhr hieß es dann, diese Stadt zu erkunden. Natürlich mit dem Sightseeing-Bus. Vorbei an Parks und Museen sind wir dann wieder im Hafen ausgestiegen.  Hier war ein buntes Treiben, wie auf einem Wochenmarkt.  Interessant war eine rießige Markthalle,    die wir so ähnlich schon in den USA durchwandert sind und natürlich haben wir auch hier zu Mittag gegessen.  Auf dem Senate Square haben wir dann in der Sonne die notwendigen Getränke genossen. So neigte sich ein sonniger Tag dem Ende entgegen. 

26.07. Durch den rießigen Schärengarten vor Stockholm sind wir gute zwei Stunden gefahren, es war gerade hell geworden.

 

Um 08:00 Uhr haben wir im Hafen angelegt. Hier sind wir dann mit einem Shuttle-Bus in den nächsten Hafen gebracht worden. Stockholm ist ja eine Stadt auf mehreren Inseln. In der Altstadt haben wir dann den Royal Palast besichtigt, bevor wir weiter in die OLD TOWN schlenderten. Zu sehen waren hier nicht nur typische schwedischen Häuser sondern auch natürlich das Museum, in dem die Nobelpreise verliehen werden.

 

Pünktlich um 18:00 Uhr hieß es dann wieder „Leinen los“, wir strömen wieder im Schneckentempo durch den Schärengarten in die offene See.

 

Der 27.07. war dann zum letzten Mal ein Seetag, dass heißt relaxen und bei einer Massage den Tag genießen. Am Abend war dann Kofferpacken angesagt, denn am 28.07. mußten wir in Kiel anlegen und das „Mein Schiff 1“ leider verlassen.

Somit waren wir fast 4 Wochen im Norden Deutschlands, an den Küsten von Norwegen, Schweden, Estland und Finnland unterwegs, haben viel gesehen und erlebt und diese Tage genossen.