2019 Italien

PENTOLINA

Am 07.04.2019 fahren wir ( Oma, Opa, Lucy) in die Toscana in die Nähe von Florenz genauer gesagt nach PENTOLINA

Wie immer ging es um 04:00 Uhr los. Diesmal waren interessanterweise viele LKWs unterwegs. Doch die Autobahnen waren sonst leer und so haben wir schon sehr früh an der Schweizer Grenze den Zollbeamten zugewunken. Vorbei am Vierwaldstättersee, hinauf nach Göschenen und durch den Gotthardtunnel ging es bergab am Lago Maggiore vorbei in Richtung Mailand. Ab jetzt ist Autofahren wie in Deutschland nicht mehr möglich. Die Straßen lassen höchstens Tempo 50 zu, die Italiener fahren aber trotz Geschwindigkeitsbegrenzung mindestens 100 km/h, wenn nicht noch mehr und das drei- und vierspurig, überholt wird rechts und links gleichzeitig. Gott sei dank ging es dann weit hinter Mailand mit normalem Autobahntempo (130) auf der schnurgeraden Straße zügig weiter. Die geplante Ankunftszeit (17:00 Uhr) haben wir dann stressfrei geschafft und eine herrliche Unterkunft gefunden.

08.04. Ausflug in die nähere Umgebung, d.h. 20 bis 30 km auf kleinen Strassen, die aber durch eine herrliche Landschaft führten. Einzelne Häuser werden sehr oft als Dorf ausgeschildert, sehr oft sind das dann Gehöfte für Schweine, Olivenplantagen oder Weinreben. Wir haben alte Städte, wie Colle di Val d’Elsa oder etwas weiter Poggibonsi besichtigt, alles mit dem Flair der Toskana. In Richtung Westen wartete dann die Stadt Volterra auf uns.

09.04. Da wir es am Vortag nicht mehr bis ans Meer geschafft haben, stand dieser Ausflug ans Meer nach Cecina nun für heute an. Die Straßen hier sind einfach sehr schlecht, daher ist das Vorankommen sehr mühsam. Ich habe manchmal das Gefühl, dass unser Auto bald eine neue Hinterachse braucht. Gegen Mittag sind wir dann in Cecina angekommen. Vielleicht ist ja noch Vorsaison, jedenfalls hatte nur ein Restaurant wirklich geöffnet. Das Essen war sehr gut, natürlich frischen Fisch. Da es uns hier überhaupt nicht gefallen hat, beschlossen wir weiter nach Livorno zu fahren. Die Straßen wurden noch schlechter. Motorroller rechts und links vom Auto bei gleichzeitiger Ampelschaltung. Halt in einer Seitenstraße, um einen Parkplatz am Meer zu finden. Unvorstellbar, dass hier ein Urlaub stattfinden soll. Der Hafen ist Anlaufstelle für die großen Kreuzfahrtschiffe, um dann Ausflüge nach Florenz, Pisa oder Rom zu machen. Wie schön und ruhig ist es doch in der Toskana. Also wieder „schnell“ zurück.

Am 10.04. geht es nun in die Toskana, die man von Bildern kennt. Über Siena nach Monteroni d’Arbia in Richtung Pienza. Diese kleine Stadt hat für die Anfahrt über die maroden Strassen entschädigt. Was man sich auch immer über die Toskana vorstellt, hier haben wir alles gesehen. Die späte Heimkehr war dann egal.

Freitags ist scheinbar in Italien „Markttag“. Jede kleine Stadt stellt die PKW-Parkplätze zur Verfügung und gibt diese Stellflächen für Marktstände frei. Ein kleiner Ort in der Nähe hatte dann auch nur Platz für drei Stände. Also fuhren wir weiter nach Colle di Val d’Elsa, hier war schon mehr los. Von Unterwäsche bis zum Mantel, von Fisch bis Fleisch, von Erdbeeren bis Kohl, es wurde alles angeboten. Da machte auch ein kleines Mittagessen in der Sonne und in einem Bistro direkt am Markt den richtigen Flair aus.

Von hier aus ging es dann weiter nach Arezzo. Die Stadt hat noch sehr viel vom Mittelalter. Im Reiseführer steht: „Als es Rom noch nicht gab, war das etruskische Arezzo bereits bedeutend“. Diesen Eindruck hatten wir auch beim Schlendern durch die Gassen der Altstadt. Vor einem kleinen Kaffee gegenüber der Basilica di San Francesco ließen wir es uns dann gutgehen. Wie kommen wir nun zum Piazza Grande? Die Karte drehen und drehen, bis sie zu unserem Standort passte und dann ging es los. Es fing so richtig an zu regnen, wir waren aber auf dem richtigen Weg und haben natürlich den großen Platz gefunden.

Am Sonntag mussten wir leider die herrliche Anlage von Hapimag verlassen. Marika hatte aber inzwischen ca. 100 km nördlich einen Golfplatz (mit Hund) und ein dazugehörendes Hotel gefunden: Resort Castelfilfa. Dort wollen wir nun die restlichen 7 Tage in Italien verbringen.

Am Montag besuchen wir erst einmal FIRENZA (in Deutschland Florenz genannt !). Hier war wohl der Dom mit dem dazugehörenden Museum sehenswert. Jedoch waren die Warteschlagen unendlich lang und so haben wir lieber auf dem Domplatz eine Kaffeepause eingelegt.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag war dann der Golfplatz unsere Freizeit-beschäftigung. Zuerst einmal der kleine 9er Platz LAKE COURSE und dann am letzten Golftag der große 18er MOUNTAIN COURSE. Es ging wirklich nur bergauf und bergab. Mal war das zu erreichende Loch oben auf dem Berg, das nächste Mal weit unten. Der Platz ist eine Herausforderung (für uns einfach zu schwer !)

Heute, am Freitag, war ich mit meiner Lisa beim schiefen Turm in PISA. Natürlich waren so ca. 30 bis 40.000 andere Besucher auch dort. Na, Ja, es hat trotzdem Spass gemacht und mit der Pferdekutsche haben wir sogar Museen und andere historische Gebäude gestreift. Gut gegessen haben wir dann in einer kleinen Trattoria, natürlich Pasta.

Am Samstag sind die Gedanken schon bei der Heimfahrt am Sonntagmorgen (Ostern). Wie wäre es mit einem Brunch am Ostermontag mit den Kindern? OK, aber dann mit den Genußwaren aus der Toskana: Mortadella, schwarzer Schinken, Oliven etc. auch Anti Pasti gennant. Also haben wir ein einheimisches Geschäft gesucht. Gesucht, gesucht, gesucht und schließlich sind wir bei bei einem rießigen Einkaufszentrum gelandet. Hier scheinen alle Italiener einzukaufen. Kein Wunder, gibt es doch in der Toskana kein größeres Dorf, sondern viele kleine Gehöfte.

Am Sonntagmorgen schaute uns der Portier des Hotels um 04:00 Uhr mit großen Augen an, wir haben uns verabschiedet und los ging es in Richtung Staudt. Auch dieses Mal waren die Autobahnen leer, so daß wir schon um 08:00 Uhr an der Grenze zur Schweiz waren. Einige Pausen für Hund und Frauchen mussten schon sein. Schnell durch die Schweiz (was viele Geschwindkeitslimits so zulassen) und dann der erste Halt in Deutschland, pünktlich zur Mittagspause. In aller Ruhe ging es dann weiter und so waren wir dann um 16:30 Uhr wieder in unserem Haus in Staudt.